VULTURE INDUSTRIES - The malefactor's bloody...

...register

VÖ: 05. November 2010
Dark Essence Records

Was ist denn das für ein krankes Zeug!? In Sachen Verdaulichkeit ist das zweite Album der Bergener Truppe ein mittelschwerer Brocken. Aber sie stechen hervor, wie schon lange eine Band nicht mehr. Krank, progressiv, extrem, düster, episch - ich versuche mir vorzustellen, was wohl passiert, wenn sich Enslaved, The Ocean, Arcturus und Devin Townsend zu einem Stelldichein treffen. Keine Chance, Vulture Industries sind trotzdem anders. Wie von unsichtbarer Hand geführt, werden hier komplexe Abfahrten mit teils wirklich eingängigen, dennoch unorthodoxen Refrains gekreuzt ("The bolted door"). Da werden (um die Namen aus Ideenmangel einfach wieder aufzugreifen) epische Enslaved mit einem depressiven Devon Townsend vollendet (tiefgreifend unheimlich - "This cursed flesh"). Sänger Bjørnar E. Nilsen leistet völlig eigenständige Arbeit auf ganzer Linie, dass einem der Angstschweiß auf der Stirn steht. Völlig verwirrt sitze ich in der Ecke, starre meinen CD-Player an, und frage mich, ob ich auf emotionaler Ebene noch einen, und noch einen, und noch einen Einblick in "The malefactor's bloody register" verkrafte. Das Solo in "Crowning the cycle" schmeichelt aber so schön. Doch bloß nicht das Licht ausmachen … die Geier könnten dich für ihre Zwecke holen … Vulture Industries eben …
Massenkompatibel geht anders, aber in Sachen Innovation haben Vulture Industries in diesem Monat meinen Ehrenpreis gewonnen. Mehr davon! (sw)

- 8/10 -



 



VOLBEAT - Guitar gangsters & Cadillac blood