VÖ: 08. April 2011 Redfield Records
Vermutlich kann das Quintett aus Wesel am Niederrhein die Vergleiche mit A Day To Remember schon nicht mehr hören, aber - sorry Jungs - das war auch mein erster Gedanke, als ich "Christmas has been yesterday" das erste Mal durchgehört hatte. Dabei muss das aber auch gar nicht mal negativ sein, denn was die Truppe auf ihrem ersten Album hier abliefert, ist zweifelsfrei absolut amtlich. Jede Menge knackige und frische Songs, ordentlich Breakdowns, ein paar Synthie-/Sample-Spielereien, die nicht selten an Enter Shikari oder auch Asking Alexandria erinnern, und dazu einige interessante Einfälle, die zwar vielleicht nicht zwingend als innovativ durchgehen werden, das Album aber extrem abwechslungsreich machen: Sei es die gänzlich ohne Schlagzeug und Gitarren auskommende Piano-Doppel-Ballade "No more let downs" Part 1 und Part 2, die lateinamerikanische Einlage in "Francisco Pizarro es el con quistador del Peru" oder auch der Kinderchor in "She is so out of my league", der an "Kings and queens" von 30 Seconds To Mars erinnert. Das eigentliche Highlight (an dem sich vermutlich aber die Geister scheiden werden), stellen für mich die Vocals dar, und damit meine ich jetzt gar nicht mal die (guten) aggressiven Shouts/Growls, sondern die cleanen und extrem poppigen Refrains von Gitarrist Thomas Reichelt, die so zuckersüß und eingängig sind, dass sie Alesana und Bullet For My Valentine durchaus mal das Fürchten lehren könnten. Eine alles in allem wirklich starke Scheibe, die nicht nur überrascht, sondern auch beweist, dass in diesem Genre in Deutschland noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist. (maz)
- 8/10 -
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