VÖ: 18. April 2008 Steamhammer
Wie oft hatte David Coverdale in der Vergangenheit betont, daß es kein neues Whitesnake-Album geben wird, und nun - ganze 11 Jahre nach "Restless heart" - erscheint mit "Good to be bad" endlich ganz neues Material dieser Ausnahmeband, die in diesem Jahr auch noch ihr 30jähriges Bestehen feiert. Die Textzeile "These are the best years of my life" im starken Opener ist bezeichnend für den weiteren Verlauf des Albums. Hier wird nichts halbherzig heruntergeleiert, oder mit mittelmäßigen Songs aufgefüllt, sondern die 'weiße Schlange' ist fast so stark wie niemals zuvor, und das Ergebnis der Zusammenarbeit von Coverdale mit Ausnahme-Gitarrist Doug Aldrich spiegelt sich in erstklassigen Songs wider, wie sie so in dieser Form ohnehin nur von Whitesnake stammen können. Songs wie z.B. "Lay down your love" sind einfach eine Klasse für sich. Das Album schafft das fast Unmögliche, klassischen 80er Jahre Hardrock in die Gegenwart zu transportieren, ohne dabei irgendwelche Kompromisse einzugehen. Whitesnake machen auf "Good to be bad" schlicht und einfach ihr Ding. Und das mit einer solchen Präzision und auf einem solch hohen Niveau, daß einem fast schon schwindelig wird. Die 11 Songs klingen unterm Strich wie eine perfekte Mischung aus den besten Songs der beiden Alben "Slide it in" (1984) und "1987" (1987), ein bißchen aus der 'Coverdale/Page/Led Zeppelin'-Ära, großartige 'Schmachtfetzen' wie "Summer rain" oder "'Til the end of time", und fantastische Midtempo-Perlen der Sorte "A fool in love" oder "All I want all I need" (!). Whitesnake haben mit "Good to be bad" zweifelsohne einen absolut großartigen und zeitlosen Klassiker abgeliefert. (maz)
- 9/10 -
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