WINTERBORN - Farewell to saints

VÖ: 24. April 2009
Massacre Records

Das Debüt "Cold reality" aus 2006 war schlichtweg ein gutes Melodic Power Metal Album. Und der Nachfolger "Farewell to saints" ist .. auch ein solches Album. Jetzt definieren wir mal "gut": Alle in dieser Band können was - und zwar gut. Speziell die Gitarrenfraktion (neuerdings sind es nämlich zwei an der Zahl) sollte mehr Aufmerksamkeit bekommen. Aber die Songs ... die laufen mir bis auf wenige Ausnahmen so am Ohr vorbei. Würde ich zu Winterborn eine Riesenportion Gespür für Hits und internationales Format addieren, wäre ich bei Bands wie Kamelot, Sonata Arctica oder Symphony X (nur ohne die überragende technische Brillanz). Da diese besagte Portion aber fehlt, greifen extrem viele Refrains ins Leere, die Ballade "Overture 1939" plätschert nur so vor sich hin, im 7-minütigen "Emptiness inside" fehlt jeglicher Tiefgang und ansonsten wird standardmäßig durch die Gegend "gemetalrockt". Das Grundriff von "Seven deadly sins" ist zwar saucool, der Song an sich versackt aber wieder. Wenn das Sextett sich dann aber für einen modernen Hauch im Sound entscheidet, wird es nicht konsequent durchgezogen ("Chaos dwells within") oder verfehlt das Ziel nur knapp (Highlight: "Last man standing"). Das reicht aber nicht für ein vollwertiges "gut". Ergo bleiben unterm Strich 6 Punkte plus einen Halben dazu für die erwähnenswerte Gitarrenarbeit. (sw)

- 6,5/10 -



 



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