VÖ: 13. Mai 2011 Lifeforce Records
Black Metal bei Lifeforce Records? Na, wieso nicht!? Aber vielleicht hätte man doch nach etwas prägnanterer Qualität Ausschau halten sollen, als nach dieser Band aus Michigan. Keine Frage - ihr melodischer Black Metal wartet trotz aller Raserei mit einigen richtig schönen Harmonien auf. Offensichtlich von der skandinavischen Szene um Immortal und Enslaved, aber auch von ihren heimischen Vertretern wie Wolves In The Throne Room inspiriert, fallen mir bei so mancher Melodieführung sogar die verblichenen Gates Of Ishtar ein. Ohnehin arbeiten die Amis atmosphärisch auf dem instrumentalen Level und setzen ihre harschen Vocals eher seltener ein. Was diesem Album aber fehlt, ist Leben. Eindeutig verantwortlich dafür ist der fürchterliche Drumcomputer. Aber Halt, die Band soll einen Drummer haben. Gut, so präzise kann vielleicht auch ein Mensch trommeln, aber es klingt ganz klar nach einer Maschine. Umso verwunderlicher sind die letzten drei Songs, die ausdrücklich das Attribut "recorded live" als Info mit sich tragen. Die klingen vom Drumming her lebendiger, sind produktionstechnisch aber richtig muffig ausgefallen. Solche Ungereimtheiten sorgen eher für verdutztes Wundern beim Hörer, so dass man sich nicht auf die definitiv guten musikalischen Absichten konzentrieren kann. (sw)
- 6/10 -
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