VÖ: 18. Juni 2010 Century Media
Im Witchery-Lager ist wieder alles in Butter. Der eröffnende Titelsong thrasht sich ohne Umwege in die Hirnwindungen, und überrascht darüber hinaus mit einem waschechten Slayer-Solo. Geklaut kann man sagen - nein, es ist Kerry King höchst selbst, der hier fürstlich die Saiten quält. Na, das fängt ja gut an. Die derben Blasts beim folgenden "Wearer of wolf's skin" lassen dem Hörer auch keine Chance zum Verschnaufen. Und "The god who fell from earth" hat offensichtlich verdammt große Füße, stapft er doch mächtig durch die Botanik. Alles, was musikalisch noch zwischen diesen Dreien liegt, wird in den restlichen sieben Songs im klassischen Witchery-Thrash meets Heavy-Stil vollführt. Auch die von Kerry King angeführte Gästeliste kann sich sehen lassen, denn neben Hank Shermann, Andy LaRoque und Dark Angel's Jim Durkin (!) darf auch das Exodus-Traum-Duo Gary Holt und Lee Altus nicht fehlen. Dass "ihr" Song "The reaver" nicht nur vom Riff- und Vocal-Pattern her ziemlich an "Strike of the beast" erinnert, sondern auch noch eine Textpassage aus dem Song zitiert, ist wirklich extrem charmant. Witchery sind nun mal eine Allstar-Truppe, sie haben seit jeher mit ihren Roots augenzwinkernde Späßchen getrieben, da passt das schon. Neuer Star am Mikro mit einer eindrucksvollen Leistung ist übrigens kein Geringerer als Legion (ex-Marduk, Devian). Wo der abgewanderte Toxine doch etwas subtiler geiferte, legt Legion ein paar Briketts Power drauf. Für einen "Witchkrieg" die beste Wahl! (sw)
- 8,5/10 -
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