WÖLFHEAD - Wölfhead

VÖ: 03. Mai 2011
Doomentia Records

Diese CD ist wie ein Ü-Ei. Am Anfang spannend, weil man nicht weiß, was einen erwartet. Gleich im Opener "Journey by the shaman's hand" kreuzen Alternative und Psychedelic die Schwerter und verschmelzen zu einem interessanten Gebräu. Gerade dran gewöhnt, fegt "Cul de sac" rotzfrech durchs Wohnzimmer. Mit einer winzigen Prise Motörhead könnte man hier meinen, Zakk Wylde würde jetzt angeschwärzte Punk-Einflüsse verarbeiten. "Sons of Asgard" gibt titelmäßig Hilfestellung und offenbart einen nordisch-epischen Track, den man uns gerne mit Bathory-Anleihen anpreist. So weit möchte ich trotz atmosphärischer Dichte aber nicht gehen. Aus "Doomed faith" hört der Kenner wahrscheinlich so manche New Orleans Truppe heraus, vielleicht aber auch ein wenig unproggige Mastodon. "Wölfhead" selbst startet mit ein paar Black Sabbath-"Planet caravan"-Schlenkern, und tobt sich zum Ende hin noch richtig rockend aus. Und all das klingt auch noch wie aus einem Guss. Schon faszinierend. Zurück zum Ü-Ei. Spannung - hatten wir. Spiel - ja, nach mehreren Durchläufen hat sich das Album zum Teil gut festgesetzt. Anzeichen von vorzeitigem Abbruch sind selten. Fehlt noch die Schokolade. Die wäre dann das originalgetreue Pink Floyd-Cover "Wish you were here". Musikalisch zwar etwas obskur gewählt, charakterlich aber mehr als nachvollziehbar. Ein interessantes Album dieser (jetzt kommt's!) spanischen Truppe! (sw)

- 7,5/10 -



 



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