Post aus Italien - zum allerersten Mal - und der Inhalt erfreut doch gleich das Metallerherz. Zumindest, wenn man Celtic-/Folk Metal mag. Furor Gallico nennt sich eine 8köpfige Truppe aus Monza. Im Eigenvertrieb erschien nun deren erstes Demo, das mit 4 Songs und fast 22 Minuten Spielzeit aufwarten kann. Alle Songs loten dabei geschickt die Grenzen innerhalb dieses Genres nach allen Seiten hin aus. Keine knackig-kompakten 3-Minuten-Partysongs, sondern intensive Stücke, zwischen akustischen Tavernen-Schunkel-Passagen, Eluveitie-Growls und mitunter annähernd Summoning-Komplexität. Das alles vorgetragen in klassischer Metal-Besetzung mit zwei Gitarristen und zusätzlich eben u.a. mit Geige und Harfe. Speziell ein Song wie "La caccia morta", der sich permanent in Sachen Instrumentierung und Tempo steigert, und am Ende plötzlich in Krähen-Gekrächze endet, steht so mancher nordischer Produktion aus Finnland in (fast) nichts nach. "Cathubodva" und "Medhelan" - die beiden düstersten Songs dieser EP - erinnern nicht selten an Ensiferum, Suidakra und seriöse (!) Korpiklaani. Eine wirklich überaus nette Angelegenheit. Hört mal rein. (maz)