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 | KRYN - Kryn |
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VÖ: Juli 2010
Aus dem kroatischen Städtchen Rijeka kommen Kryn - genau wie die Death/Black Metaller von Gorthaur's Wrath (die Ende Oktober auf dem Metalbreed ihr Deutschland-Debüt abgaben). Musikalisch sind sie die "moderne" Seite der Stadt. Nur darf man "modern" in diesem Fall nicht mit den damit inflationär assoziierten Begriffen "Metalcore", "Deathcore" oder "Emo" gleichsetzen. Kryn spielen modernen Metal - ja! Sie haben einen unwiderstehlichen Groove und sind technisch voll auf der Höhe (speziell Bass und Lead-Gitarre wissen Akzente zu setzen). Will man die Musik überhaupt in eine Richtung schieben, dann vielleicht in Anlehnung an epische, aber straighte Nevermore (oder auch Warrel Dane's Soloscheibe) mit einem modernen Soilwork-Schuss. Die ruhigen, verträumten Mittelparts von "a/d/d/i/c/t" und "Meditiva" versprühen sogar latentes Edge Of Sanity zu "Crimson"-Feeling. Ein eigenes Gesicht bekommen Kryn aber schlussendlich durch Sänger Karlo Horvat, der ein kraftvolles Organ mit sich führt, des Schreiens nicht verlegen ist, den Löwenanteil aber beim Singen lässt (grüßt da vielleicht ein tiefer "Justice"-Hetfield?!), so dass sich so manch coole Hookline im Ohr festsetzen kann. Die Akustikversion von "B.l.e.a.k" behält gerade durch seine variable Stimme das melancholische, aber drückende Feeling dieser EP. Größte Überraschung dieses 5-Trackers ist aber das Nine Inch Nails-Cover "Hurt", welches so gut ge-Kryn-t ist, dass es erst gar nicht auffällt, und glatt als bandeigener Hit durchgehen könnte. Eine amtliche Vorstellung der seit 2003 bestehenden Formation, die im Rahmen des Metalbreed Winter Festivals im März 2011 ihr Debüt auf deutschen Bühnen geben wird. Sollte man nicht verpassen! (sw)
www.myspace.com/krynofficial
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