Das ist irgendwie schon wieder richtig cool. Ein junges Quartett aus Memmingen rödelt auf seinem ersten Demo durch fünf Songs voll basischem Death Metal und verblüfft in Verbindung mit der Produktion (selbst erledigt und von Under That Spell-Sänger Abyss gemischt) mit einem Feeling, welches mich tief in die Neunziger katapultiert, als aufstrebende Label wie Earache oder Nuclear Blast mit 7 Inch-Veröffentlichungen von kleinen Nachwuchs-Death Metal Bands die Szene unsicher machten. Aus heutiger Sicht ist das nicht mehr wirklich up to date und viele der damaligen Bands sind irgendwann auf der Strecke geblieben. Ob das mit Blood Remains auch passiert, wird sich zeigen. Aber wem der Charme der damaligen Zeit immer noch in den Ohren liegt (sehr einfache Produktion, manchmal etwas holperig, aber mit dem Herz am rechten Fleck), dem könnte "Giving the serpent a name" vielleicht sogar gefallen. Innovativ geht anders, aber es hat irgendwie richtig Charme. (sw)