Dante
Nucleator
Arise
Sethnefer
My Cold Embrace / Rapture
Furor Gallico
Downcast
I Smash The Panda
Satin Black
In Signum
Hyrax
Misconceived
Kryn
The Anyway Business
Trailer Park Sex
E-Protool
5ft. High & Rising
Thallium
Blood Remains
Under Destruction
Rebleeding
5ft. High & Rising
Man Made Origin
Diving Between Sharks
Come Crashing Down
Path Of Destiny
Threnody Of Harlots
Graveyard Ghoul
MAN MADE ORIGIN - False Consciousness

VÖ: 25. November 2011
Eigenvertrieb

Very interesting indeed! Dieses schottische Quartett legt mit seinem Full length Debüt ganz schön mächtig und zugleich sehr opulent vor. Neben sieben Songs, die es auf eine Spielzeit von 61 Minuten bringen, gehört auch ein 218-seitiges (!!) E-Book zum Gesamtpaket. Ich bin bloß das totale Gegenteil von einem Bücherwurm und konzentriere mich somit ausschließlich auf die Musik. Und die funktioniert auch ohne die selbst verfasste (Karl Marx gewidmete) Story. Man Made Origin verweisen auf den Terminus "Progressive Metal" und geben in ihren Einflüssen sowohl Opeth, als auch Pink Flyod, Deathspell Omega, Porcupine Tree oder The Ocean an. Das lege ich extra so offen dar, weil mir immer noch klare Worte für diesen musikalischen Trip fehlen. Eine Reise durch ein "falsches Bewusstsein" zur Verdeutlichung des eigenen. So beginnt der Opener "Faith Of The Verse" mit eher verhaltenen Akustikklängen, reißt das Ruder plötzlich mit Black Metal-artverwandten Gitarren-Riffs herum und glänzt danach mit vernünftigen Clean Vocals und einem angenehmen, ausgedehnten End-Solo. Was im ersten Moment verwirrend klingen mag, ist aber vorwiegend auf die Erschaffung von Atmosphäre ausgelegt, denn jazzige Kapriolen finden man hier definitiv nicht. Jeder Part hat seine Bedeutung im Konzept. Das Wechselspiel zwischen etwas rabiateren Ausbrüchen (die aufgrund der transparenten Produktion nie erschlagend wirken) und den vielen ruhigen, tiefgründigen Passagen, ist bereits gut ausgereift und lässt die eine oder andere Länge eher nebensächlich wirken. Das große Finale bildet dann das 20-minütige "Into The Darkness", in dessen Verlauf mich der sich immer weiter steigernde Solopart bisweilen sogar an Paradise Lost zu "Shades Of God"-Zeiten erinnert.
Fazit: Ein sehr ambitioniertes Werk einer Band, die mit diesem Potential in Zukunft noch einiges erreichen kann. Punkte gibt es im Bereich "Demos" ja nicht, aber wenn ihr fein 8 gebt, könnt ihr euch das selbst ausmalen … Man Made Origin sollte man in Zukunft im Auge behalten. (sw)

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