Primordial
Bolt Thrower
Beyond Fear
Caliban
Into Eternity
Scar Symmetry
Communic
Mob Rules
Dragonforce
Amon Amarth
Volbeat
The Vision Bleak
Fear my Thoughts
Tarot
Thunderstorm
Powerwolf
Paths of Possession
Iced Earth
Axxis
Job for a Cowboy
The Black Dahlia Murder
Brainstorm
Maroon
Grantig
Spearhead
Goatwhore
The Ocean
Unleashed
Hail of Bullets
This Or The Apocalypse
Frost
Primordial
Enslaved
Aeon
Black Lotus
Wizard
Agathodaimon
Age of Evil
Sunstorm
Inmoria
Azarath
Anaal Nathrakh
Bone Gnawer
Pantheon I
Yuppie-Club
Havok
The Ruins of Beverast
Marionette
Malevolent Creation
The Sorrow
Morrigu
Watch Me Bleed
Superbutt
Deadlock
Galar
War From A Harlots Mouth
Fortíd
We Butter The Bread With Butter
Annihilator
Striker
Beissert
October Falls
Athorn
Unlight
Saphena
Spirit Descent
Gorthaur's Wrath
Fuck Your Shadow From Behind
Powerworld
Necronaut
Undertow
Misery Index
Gräfenstein
Scheepers
Urfaust
Korzus
Devin Townsend
Overkill
Nevermore
Gamma Ray
Alpha Tiger
Dying Fetus
Leprous
Night In Gales
Under That Spell
December Flower
Craving
Yuppie-Club
Communic

06. Oktober 2006
Osnabrück - Rosenhof


Für uns ist es am heutigen Tage nur das zweite Interview, aber du hast auf dieser Tour schon einige mehr gehabt, oder?
Oddleif Stensland: Klar. Und es macht auch Spaß, Interviews speziell auf Tour zu geben, da man die Menschen dann persönlich kennenlernen kann.

Genau wie Scar Symmetry seid ihr ebenfalls zum zweiten Mal in Deutschland auf Tour. Daher die gleiche Frage an Dich: Welche Unterschiede kannst du zur letzten Tour feststellen?
Der erste Unterschied ist schon mal die musikalische Ausrichtung (letztes Jahr waren Communic der Opener für Ensiferum und Graveworm). Dieses Mal sind es nur zwei Bands, die auch besser zueinander passen. Die Fans haben es da leichter und sie wissen im Vorfeld, weswegen sie kommen.

Tja, sie mögen euch ... und euer Label offensichtlich auch. Tourshirts für eine relativ kleine Tour?
Naja, es scheint auf jeden Fall ganz gut zu laufen. Die Tour haben wir allein organisiert. Da alle aus den beiden Bands ihre Jobs haben, können wir eben nicht so ewig lange unterwegs sein. Aber die Unterstützung vom Label ist auf jeden Fall da.

"Waves of visual decay" ist ja noch nicht all zu lange raus. Hast Du schon etwas von den Verkaufszahlen gehört?
Nein. Die ersten offiziellen Zahlen kommen erst so nach einem halben Jahr nach Veröffentlichung. Aber so wie die Vorverkäufe gelaufen sind, können wir ganz zufrieden sein. Es geht ganz langsam bergauf.

Womit du meine eigentliche Abschlußfrage schon vorweg nimmst. Mal realistisch gesehen: Wo würdest du Communic gerne in 5 oder 10 Jahren sehen?
Oh Gott. Das ist verdammt schwierig zu beantworten. Ich mache mir über solche Sachen eigentlich nie so große Gedanken. Das irritiert nur. Was ich aber sagen kann ist, daß ich in beispielsweise 5 Jahren gerne 2 Alben veröffentlicht haben möchte.

Zum Abschluß mal was ganz anderes. Auf eurer Homepage gibst Du als Wunschort für eine Zeitreise Folgendes an: 11. September 1842 - die Nacht in der Ingermanland an der Südspitze von Norwegen verschwand. Also, DAS bedarf jetzt ein wenig Erklärung.
Da muß ich aber etwas ausholen. An der Südspitze Norwegens liegt mein Geburtsort Mandal mit knapp 14.000 Einwohnern. Es ist der südlichste Ort. Zu damaliger Zeit war es ein kleines Fischerdorf. Und Ingermanland ist eigentlich der Name eines Landstückes in Russland (rund um St. Petersburg), aber auch der Name eines Kriegsschiffes, welches von dort kam. Es war mit 1.100 Mann Besatzung unterwegs nach ... keine Ahnung wohin. In der Nacht des besagten 11. September 1842 passierte dieses Schiff die Südspitze Norwegens und begann aus ungeklärten Gründen zu sinken, als es Mandal passierte. Die Bewohner der Dorfes haben das bemerkt und machten sich mit ihren kleinen Fischerbooten auf, um zu helfen. Angesichts der Relationen ein hoffnungsloses Unterfangen. Aber sie schafften es, rund 800 Mann der russischen Besatzung zu retten.
Das ist einfach ein sehr faszinierende aber auch beklemmende Story und das hätte ich gerne miterlebt. Einer meiner ersten Bands hieß auch Ingermanland. Das hat mich schon immer fasziniert.

Offensichtlich auch tief verbunden. "The seaweeds in the ocean shall be my deathbed" heißt es im Song "Ocean bed" vom Communic-Debut.




Das Interview führte Siegfried Wehkamp.
Foto: Marco Zimmer