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5 Fragen an...

Die neue Death Metal-Super-Group aus Holland hat die Welt mit ihrem Debüt "... of frost and war" quasi überrollt. Zeit für uns mal kurz nachzuhaken, wie der Stand der Dinge ist. Gitarrist Stephan Gebédi mailte in Windeseile zurück.


Die Veröffentlichung von "…of frost and war" ist gut einen Monat her. Wie waren die generellen Reaktionen und wo waren sie am Enthusiastischsten?
Also, das Album wurde nicht in allen Ländern zum gleichen Zeitpunkt veröffentlicht. Daher ist es teilweise erst seit ein paar Wochen raus. Um einige zu nennen, wir hatten großartige Reviews in holländischen, britischen, deutschen, tschechischen, spanischen und türkischen Magazinen. Die Fanreaktionen über unsere MySpace-Seite kamen aus der ganzen Welt. Wir streben also wohl die Weltherrschaft an, hahaha!

Die Musik reflektiert den Albumtitel wirklich perfekt. Da fragt man sich was nun zuerst da war - die Musik oder das textliche Konzept?
Das ist eine schwere Frage: Martin (van Drunen - vocals) hatte das Konzept schon seit einigen Jahren im Kopf, fand aber nie die passende Musik dazu. Als er die ersten Songs hörte, die wir für Hail of Bullets geschrieben hatten, merkte er sofort, daß das der perfekte Soundtrack für das Konzept sei. Nach 3-4 Songs haben wir uns dann etwas mehr auf die Musik konzentriert, so daß diese besser zu den Texten passt.

Es wurde bereits oft angesprochen, aber nun ein für alle mal: Die Texte verherrlichen nicht den Krieg, aber wieso nun gerade der Zweite Weltkrieg? Wo kommt diese Faszination her?
Da hast du verdammt noch mal Recht! Die Texte verherrlichen den Krieg nicht und es steckt auch keine politische Aussage oder ähnlicher Blödsinn dahinter. Ich schätze, der Zweite Weltkrieg ist immer noch die Mutter aller Kriege unserer jüngsten Vergangenheit und Teile dieses Krieges wurden schon etwas übersehen. Ich meine damit, jeder fokussiert sich immer auf den D-Day und die heldenhaften Taten der Alliierten und sowas. Aber die entscheidensten, kritischsten Gefechte, die die ganze Situation auf den Kopf gestellt hat, wurden nun mal an der Ostfront gefochten...

Es scheint ein merkwürdiger Zufall, daß gerade dieses 'who is who' der holländischen Death Metal Szene zusammenkam. Ward ihr über all die Jahre in Kontakt und waren vielleicht noch andere Namen im Gespräch?
Es ist nicht wirklich ein Zufall. Ed (Warby - drums) und ich hatten bereits Pläne für eine Death Metal Band noch bevor er bei Gorefest einstieg (1992 - Anm.). Ed, Paul (Baayens - guitar) und Theo (van Eekelen - bass) waren über die Jahre gute Freunde von mir und die Frage nach dem ultimativen Death Metal Sänger war auch nicht unbedingt schwer. Martin und ich hatten uns schon in der Vergangenheit kennengelernt, aber zu damaligen Zeiten mit Pestilence und Thanatos waren wir eher Rivalen oder Feinde anstatt Freunde. Als wir uns nach 12 oder 13 Jahren dann in 2005 oder 2006 wieder trafen, haben wir uns schon kaputt gelacht über die damalige Situation. Wir hatten ein paar Drinks und nach ein paar Drinks mehr erzählte ich ihm von den anderen und meinen Plänen. Er war angetan, wir blieben in Kontakt und so sind wohl Hail of Bullets entstanden...

Abschließend - und nur logisch - was ist mit einer Tour und weiteren Alben? Wie wichtig sind Hail of Bullets bereits, um gegen die eigentlichen Hauptband der Akteure zu bestehen?
Hail of Bullets ist genau so unsere Hauptband wie die anderen. Im Moment ist es unsere Hauptpriorität, und wenn bei einer der anderen Bands eine neue CD oder Tour ansteht, geht die Priorität für diese Zeit halt dahin über. Wir sammeln schon fleißig Riffs und neue Ideen für ein neues Album, welches wir hoffentlich im nächsten Jahr aufnehmen können. Es wird definitiv mehr HOB-Alben geben: Wir sind eine Band, kein Projekt!
Im Moment konzentrieren wir uns auf die Sommerfestival-Aktivitäten. Im Herbst wird es dann ein paar Clubshows geben und tatsächlich diskutieren wir gerade über ein Tourangebot, welches wir vor Kurzem erhalten haben ... für die zweite Hälfte dieses Jahres... "The Bullets will be all over Europe!"

(sw)