Primordial
Bolt Thrower
Beyond Fear
Caliban
Into Eternity
Scar Symmetry
Communic
Mob Rules
Dragonforce
Amon Amarth
Volbeat
The Vision Bleak
Fear my Thoughts
Tarot
Thunderstorm
Powerwolf
Paths of Possession
Iced Earth
Axxis
Job for a Cowboy
The Black Dahlia Murder
Brainstorm
Maroon
Grantig
Spearhead
Goatwhore
The Ocean
Unleashed
Hail of Bullets
This Or The Apocalypse
Frost
Primordial
Enslaved
Aeon
Black Lotus
Wizard
Agathodaimon
Age of Evil
Sunstorm
Inmoria
Azarath
Anaal Nathrakh
Bone Gnawer
Pantheon I
Yuppie-Club
Havok
The Ruins of Beverast
Marionette
Malevolent Creation
The Sorrow
Morrigu
Watch Me Bleed
Superbutt
Deadlock
Galar
War From A Harlots Mouth
Fortíd
We Butter The Bread With Butter
Annihilator
Striker
Beissert
October Falls
Athorn
Unlight
Saphena
Spirit Descent
Gorthaur's Wrath
Fuck Your Shadow From Behind
Powerworld
Necronaut
Undertow
Misery Index
Gräfenstein
Scheepers
Urfaust
Korzus
Devin Townsend
Overkill
Nevermore
Gamma Ray
Alpha Tiger
Dying Fetus
Leprous
Night In Gales
Under That Spell
December Flower
Craving
Yuppie-Club
Bone Gnawer

Unkraut vergeht nicht - im Falle von Kam Lee würde ich zwar nicht von Unkraut reden, doch obwohl der einstige MASSACRE-Frontmann und Erfinder der Death Metal-Vocals nie zu den ihm zustehenden Ehren gekommen ist, steht er immer noch voll im Saft und liefert mit seiner neuen Band BONE GNAWER endlich wieder ein amtliches Lebenszeichen ab. MEGA-METAL befragte einen Mann, der sich ehrlich, hart aber fair gibt.

(Die Fotos zeigen ihn beim 2008er Gig in Wacken mit MASSACRE und im Studio bei den Recordings zum BONE GNAWER-Album "Feast of flesh")



Kam, es sieht so aus, als hättest Du nach dem Gig in Wacken 2008 wieder Feuer gefangen. Doch neben MASSACRE und DENIAL FIEND sind nun BONE GNAWER die ersten, die die Welt mit einer leckeren Schlachtplatte beehren.
Wie kam es dazu? Und sind BONE GNAWER nun die Priorität?

BONE GNAWER sind nun meine HAUPT-Band. Auch wenn die neidischen ex-Mitglieder das gerne anders sehen, aber kein DENIAL FIEND und jetzt auch kein MASSACRE mehr.
2008 wurde ich von Rogga Johansson (u.a. Ribspreader, Paganizer) angesprochen, bei einem Projekt namens REVOLTING mitzuwirken, aber ich bin dort wieder ausgestiegen, während er das Projekt zu Ende gebracht hat. Trotzdem wollten wir gerne weiter zusammenarbeiten und so entstand BONE GNAWER. Die Grundidee war, aus der Band eine eben solche zu machen. Eine reale Band, die nicht nur Platten aufnimmt, sondern hoffentlich auch auf Tour geht.




Sprechen wir über die Texte: Was ist so faszinierend am Thema Kannibalismus? Beziehst du dich auch auf reale Fälle?
In meiner Freizeit studiere ich gerne die Fälle von realen Serienkillern und Kannibalen - sehr viele von den Texten haben eine lose Basis auf Fällen von Menschen, die auf den Kannibalismus zurück fallen. So wie Albert Fish, Ed Kemper, Jeffery Dahmer, Ed Gein, Andrei Chikatilo und Armin Meiwes. Andere Texte wurden einfach von Horrorfilmen inspiriert, die aber trotzdem ein ernsthafte Thema zugrunde haben.
Ich finde den "dunklen Humor" im Kannibalismus einfach lustiger als die meisten schwarzen Komödien, deswegen wollte ich einfach über dieses kontroverse Thema schreiben. Für mich ist es spaßig, darüber zu singen wie jemand für ein Bar-B-Que auf irgendeinem hinterwäldlerischen Grill eines mutierten Rednecks vorbereitet wird.
Und eine erotische Art von Schönheit findet sich dort auch - als Beispiel: Mukis Kitchen

(mega-metal weist freundlichst darauf hin, daß eine Volljährigkeit unbedingt erforderlich ist, wenn man sich diese Seite anschauen möchte. Zuwiderhandlungen und ihre Folgen sind ausschließlich durch den Betrachter zu verantworten.)

Hauptsächlich geht es darum, wie sexy Frauen präpariert werden, um sie zu grillen. Das gibt dem Wort "lecker" gleich eine ganz andere Bedeutung! Hahaha!

Wir dürfen mal annehmen, daß du natürlich ein großer Horrorfilm-Fan bist. Kannst Du uns deine Lieblingsfilme nennen?
Das ist einfach:

TEXAS CHAINSAW MASSACRE (Original)
EVIL DEAD
CANNIBAL HOLOCAUST
DAWN OF THE DEAD (Original)
ZOMBI (Fulci)
CITY OF THE LIVING DEAD (GATES OF HELL)

Ich bin ein Horrofilm-Freak. Ich mag vieles aus den 70ern und 80ern, stehe den neuen Sachen heute aber genauso offen gegenüber. Die Franzosen haben in den letzten Jahren ein paar wirklich gute Horrorstreifen veröffentlicht - wie HIGH TENSION, INSIDE, MARTYRS, FRONTIERS ... diese Filme sind wirklich extrem und einfach nur brutal und blutig. Aber mit einer richtig guten Story dabei. Es geht nicht auf Teufel komm raus um den Gore-Faktor, sondern beinhaltet große Stories, die provozieren und zum Nachdenken anregen.

Mit BONE GNAWER fährst du weiterhin die Old School Schiene - ist Kam Lee also in den 80ern/90ern hängen geblieben, oder hast du auch ein paar Favoriten in der Gegenwart? Wenn ja, warum?
Ich glaube nicht, daß ich in der Zeit hängen geblieben bin. Mit BONE GNAWER machen wir nur die Musik, die wir eigentlich immer gemacht haben. Es wäre auch falsch, wenn wir versuchen würden, den Sound der neuen Bands zu kopieren - dann wären wir nämlich "falsch" und "Poser". Würden mich die Leute dennoch respektieren, wenn ich mit einer Band um die Ecke komme, die nach WAKING THE CADAVER oder JOB FOR A COWBOY klingt? Hell NO! Menschen haben gewisse Erwartungen an einen Künstler, und wenn der sich zu weit von seinen Wurzeln weg bewegt, dann verliert er Fans, Freunde und auch Respekt.
Ich sage aber nicht, daß sich ein Künstler auf irgendeinen Sound limitieren muss. Wenn er/sie herumexperimentieren möchte, dann bitte in einer anderen Band. So mache ich das auch - ich habe einige Projekte am Laufen. Eine davon ist sogar eine Horrorpunk/Psychobilly-Band mit Namen CRYPTIDZ (klingt irgendwie interessant).
Ich fand es immer komisch, wenn Bands "versucht" haben, ihren Stil mit jedem weiteren Album zu ändern. Als wären sie sich nicht sicher mit sich selbst. Das zeigt mir eigentlich nur ihre Unsicherheit.
Selbst mir ist das passiert. MASSACRE ist das beste Beispiel, als Rick Rozz 1994 die Band wieder zusammen stellen wollte und mich für das "Promise"-Album zurück holte. Ich war nicht gerade glücklich mit der neuen Ausrichtung (vertreten war er aber noch auf dem Album) und letztendlich bin ich dann wieder gegangen. Bei DENIAL FIEND war es im Prinzip das Gleiche.
Und auf menschlicher Ebene ist es doch genau so. Wieso soll ich bei einer Person bleiben, bei der ich mich schlecht fühle? Ich bleibe bei niemandem, der mich runter zieht oder mir Kompromisse abringen will, um sein Ego aufzupolieren. Das bin nicht ich!!

Es gibt eine Menge neuer Bands, die ich mag. Aber sie haben alle diesen Old School Touch: AVULSED, ALTER OF GIALLO, MACHETAZO, GRUSOME STUFF RELISH, FONDLECORPSE, FERAL, FLESHCRAWL, HAIL OF BULLETS, CARDIAC ARREST, HATE AMMO, THE BEREAVED, PAGANIZER, RIBSPREADER, DEATHBREATH und einige mehr.

Was ich am liebsten höre, kommt aber aus Schweden: ENTOMBED, GRAVE, DISMEMBER, UNLEASHED, GENERAL SURGERY, usw.
Für mich kommt der beste Death Metal aus Schweden.

Und genauso mag ich immer noch ASPHYX, PENTACLE, BENIDICTION und BOLT THROWER ... CARCASS ist immer nach eine meiner All-time-favourites, genauso wie IMPETIGO!




Nach 20 Jahren voller Death Metal-Vocals klingt deine Stimme immer noch kraftvoll und überzeugend. Wie bist du mit "deinem Instrument" all die Jahre umgegangen? Unterricht, Warm-Ups - oder bist du quasi gesegnet mit deiner Stimme?
Ich bin nicht gesegnet - ich bin eher verflucht - hahaha! Ich hatte nie Unterricht oder sonstiges! Gar nix! Ich habe ja den "Death-Growl" erfunden. Als Erster habe ich damals 1984/85 dieses tiefere gutturale Growlen eingesetzt. Als ich bei MASSACRE anfing, wollte ich einfach tiefer gehen, als die anderen zu der Zeit (Chuck Schuldiner - DEATH/Jeff Becerra - POSSESSED/Troy Dixler-DEVASTATION), die ja alle deutlich höher lagen.
Es ist einfach meine natürliche Stimme. Daher ist es auch keine große Anstrengung, so zu singen und ich ruiniere mir auch nichts. Viele andere Sänger übertreiben es einfach mit dem brutal klingen und noch tiefer gehen. Damit machen die sich nur den Kehlkopf kaputt und das kann im schlimmsten Fall sogar zu Kehlkopfkrebs führen.



(sw)