Hellflame Festival
Disturbed
Lordi
Blind Guardian
Fear My Thoughts
Communic
Mob Rules
Dragonforce
Slayer
Napalm Death
Lacuna Coil
Amon Amarth
Danish Dynamite
Cradle of Filth
The Vision Bleak
Winternoise Festival
Kataklysm
Tarot
Morgana Lefay
Mercenary
Subway to Sally
Within Temptation
Entwine
Slayer
Machine Head
Epica
Mob Rules
Candlemass
Devil Driver
Iced Earth
Gotthard
Motörhead
Helloween
The Black Dahlia Murder
Apocalyptica
Darkness over X-mas
Obituary
Maroon
girugämesh
Megadeth
Slayensemble
Immolation
Rotten Sound
Tomahawk Festival
Bullet for my Valentine
Down
Sworn Enemy
Dragonforce
Volbeat
Heidenfest
Enslaved
Hate Eternal
The Black Dahlia Murder
Metallica
Killswitch Engage
Vader
Hatebreed
Wolves In The Throne Room
Walls Of Jericho
Bleeding Edge Festival
Malevolent Creation
Death Feast Ultimate
The Sorrow
Bring Me The Horizon
Paradise Lost
Darkness over X-mas
Machine Head
Adept
Lamb Of God
War From A Harlots Mouth
We Butter The Bread With Butter
Within Temptation
Bleed From Within
Wolves In The Throne Room
Dew-Scented
Carnifex
Resurrection
Misery Index
Hackneyed
Never Say Die
Pro-Pain
God Dethroned
Ektomorf
Devin Townsend
Overkill
Power Of Metal
Obituary
Primordial
Gamma Ray
We Came As Romans
Facebreaker
Morgoth
Suicidal Angels
Deicide
Misery Index
Kataklysm
Exhumed
While She Sleeps
Neaera
Vomitory
Evocation
Opeth
Amorphis
Asking Alexandria
Full Of Hate
Hate Eternal, 13.01.2009

Hamburg - Marx
Support: Misery Index, Aeon, See You Next Tuesday


Das Jahr fing mit Dauerfrost ja gut an. Da kommt dieses Package gerade richtig um den etwas unterkühlten Körper mal richtig im Wallung zu bringen. Ein massiver Start in die Konzert-Saison 2009.

Das Problem ist nur, daß ich beim Opener See You Next Tuesday aus Michigan eher an Weglaufen denke. Das hält zwar auch warm, ist aber nicht im Sinne guter Berichterstattung. Die böllern punkt 20 Uhr so dermaßen durcheinander drauflos, daß ich mich frage, wie sie es schaffen zusammen anzufangen und auch wieder aufzuhören. Death? Grind? Noise? Math? Bloß nix von der Stange. Aber irgendetwas muss dran sein. Die Leistung an den Instrumenten zeugt von Können und erschließt sich im Gegensatz zu mir und den Anwesenden aber nur vier (4!) jungen Besuchern, die das Quartett wie einen Headliner feiern. Sonst gibt's Höflichkeitsapplaus und Schmunzler über Songtitel wie "Before I die I fuck me a fish" ... äh, ja ... "See You Next Tuesday" - nee, lass mal lieber.




Die Zielgruppe dieses Abends hat dann doch eher was für die Schweden von Aeon übrig. Death Metal mit starker Morbid Angel/Deicide-Basis kommt einfach gut. Auf der Bühne wird gebangt, was das Zeug hält und man zockt die Highlights der letzten beiden Alben "Rise to dominate" und "Bleeding the false" beängstigend präzise runter. Zusätzliches Erstaunen erregt hier Drummer Nils Fjellström, der nämlich Linkshänder ist. Neue Fans hat die Band bestimmt gewonnen. Kurz nach dem Auftritt pilgern nicht wenige zum Merchandise-Stand. Aeon muss man als Death Metal Fan unbedingt im Auge behalten.




Die Co-Headliner-Position (auf dieser Tour wird täglich gewechselt) gehört heute Misery Index, die nichts anderes machen als 45 Minuten Vollgas zu geben. Der aktuell beste Death/Grind/Hardcore-Mix des Planeten sorgt für steigende Temperaturen im kleinen Marx, Mitgrölparts bei "Traitors" und einen ordentlichen Pit bei "The great depressio". Man mag der Band unterstellen, daß ihre Songs mitunter etwas gleichförmig klingen, aber die Jungs haben dermaßen viele höllisch gute Riffs und eine irre mitreißende Dynamik in der Musik und auf der Bühne, daß ich mich ob dieses metallischen Sperrfeuers immer wieder mit runtergeklappter Kinnlade erwische.




Setlist - Misery Index

We never come in peace
Theocracy
Partisans of grief
The great depression
Ruling class cancelled
Pulling out the nails
Ghosts of catalonia
Traitors
Occupation
Retaliate
Manufacturing greed
Conquistadores


Gemessen an ihrem Stellenwert in der Szene müssten Hate Eternal da noch einen drauf setzen können. Musikalisch ist dies auch der Fall. Die Klasse von Gitarrist/Sänger Erik Rutan und seinen Sidekicks ist unbestritten. Der gebotene Querschnitt durch die gesamte Bandgeschichte wird so unheimlich und noch präziser als bei Misery Index dargeboten, daß es fast schon zu perfekt ist. Nur scheint der Sound etwas hinterher zu hinken, denn "Servants of the gods" habe ich gar nicht erkannt. Stimmung gibt es trotzdem, wie z.B. bei "Powers that be" oder bei "Behold judas", wo sich noch einige Aeon-Mitglieder vor der Bühne austoben. Trotzdem leert sich das Marx mit jedem Song, was Herr Rutan nicht so toll findet. Wenn ich seine gegrowlten Ansagen verstanden hätte, hätte es mir auch noch besser gefallen. Vielleicht lag es auch nur am Werktag oder an der Masse an Gebolze heute Abend. Whatever. Hate Eternal waren trotzdem stark und ich bin froh, diese Band mal live gesehen zu haben. "King of all kings" stimmt vielleicht nicht ganz - aber als Abschluß ist der Song einfach nur göttlich! Gute Nacht.




Setlist - Hate Eternal

Hell envenom
Sacrilege of hate
Chants of declaration
Servants of the gods
Bringer of storms
Powers that be
The obscure terror
To know our enemies
I, monarch
Whom gods may destroy
Tombeau
Behold judas
King of all kings



Text & Fotos: Siegfried Wehkamp