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 | The Sorrow, 15.10.2009 |
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Osnabrück - Bastard Club Support: The Mercury Arc, Silent Decay
An einem kalten Wintertag ... ach nein, wir haben ja erst Mitte Oktober. Trotzdem nähern sich die Temperaturen bereits dem Gefrierpunkt, und jeder, der den Osnabrücker Bastard Club kennt, weiß, daß es in dem Laden dann auch nicht wesentlich wärmer sein wird. Also: Jacke mitnehmen, und sich erstmal darüber freuen, daß ich mit The Sorrow unmittelbar vor Einlass noch ein Interview im geheizten Tourbus führen darf.
Den heutigen Abend eröffnen SILENT DECAY aus München, die schon nach wenigen Minuten mit "Good as drink is", von ihrem 2007er Debut-Album, für die erste (zugegeben kleine) Wall of Death sorgen. Das "Schöne" am Bastard Club: Auch mit rund 50 Leuten sieht der Laden halbwegs gut gefüllt aus. Trotz eigener wirklich guter Songs, deren clean gesungene Refrains nicht selten an Emil Bulls erinnern, und die irgendwo zwischen melodischem Hardcore und Screamo liegen, werden noch kurz "Walk" von Pantera (inklusive des ersten Circlepits) und zum Abschluß des rund halbstündigen Sets auch noch das Ende von "Davidian" (Machine Head) angespielt. Ein wirklich gelungener Auftakt.
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THE MERCURY ARC haben es zu Beginn ein bißchen schwerer. Die Stimmung ist Anfangs noch etwas verhalten, obwohl der eher hardcorelastige Sound wirklich fett aus den Boxen knallt, aber Keyboard und Turntable sind in diesem Genre dann doch nicht Jedermann's Sache. 40 Minuten lang kämpft sich die Truppe aus dem Ruhrpott durch ein ordentliches Set, das mit "The illusion of balance" und "Collision course" durchaus amtliche Nummern zu bieten hat. Und auch wenn sich vor der Bühne vermehrt Leute zum Aufwärmen (?) im Pit einfinden, die eine oder andere Frage von Sänger Dennis Diehl in Richtung Publikum bleibt unbeantwortet bzw. verhallt in der Leere. Da geht zukünftig noch mehr.
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Bei den österreichischen Metalcore-Shootingstars THE SORROW braucht man sich um mangelnde Stimmung natürlich keine Sorgen machen. Mittlerweile dürften sich vielleicht an die 80 Gäste eingefunden haben, und mit dem vermutlich bestmöglichen Opener - "Where is the sun" (DAS habe ich mich heute übrigens auch gefragt) - geht's gleich ohne Rücksicht auf Verluste in ein starkes Set, das im weiteren Verlauf überraschenderweise mehr Songs vom Debut-Album "Blessings from a blackened sky" enthält, als von der aktuellen Scheibe. Aber das sind so diese Kleinigkeiten am Rande, auf die die feierwütigen Konzertbesucher eh kaum achten. Gitarrist und Sänger Mathias "Mätze" Schlegl hat das Publikum zu jeder Zeit vollends im Griff. Seinen Aufforderungen nach Circle-Pits wird ebenso Folge geleistet, wie der nach Headbangen, was der halbe Club brav befolgt. Das man selbst aus der spartanischen Bühne im Bastard Club noch etwas halbwegs Vernünftiges zaubern kann, beweisen ein paar Stoffbanner und Stroboskope, die entsprechend zum Staccato-Riff-Gewitter der Band für eine wirklich ordentliche Lichtshow sorgen. Ob bei "The dagger thrust" oder "Anchor in the storm" - insbesondere die jüngeren Konzertbesucher feiern die Band regelrecht ab, so daß es rundum einen Mordsspaß macht, zuzuschauen bzw. dabei zu sein. Der offizielle Teil endet nach gut 50 Minuten mit "Day of the lord", doch zur Zugabe lässt sich die Band nicht lange bitten, und Mätze kündigt das vom Publikum bereits geforderte "Knights of doom" mit den Worten "ihr dürft auch gerne zum Stagediven auf die Bühne kommen" an. Kaum hat er diesen Satz ausgesprochen, steht auch schon der erste Mutige auf der kleinen Bühne. Mit "Death from a lover's hand" ist dann nach rund einer Stunde Schluß, und ich begebe mich äußerst zufrieden auf den Rückweg.
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Setlist - The Sorrow
Where is the sun Far beyond the days of grace Elegy The dagger thrust Scars Saviour, welcome home Her ghost never fades Anchor in the storm My immortal guardian Numbers of failure Day of the lord
Knights of doom Death from a lover's hand
Text & Fotos: Marco Zimmer
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