 |
 |
 |
 |
 | God Dethroned, 24.12.2010 |
|
|
|
|
God Dethroned, Toxocara Groningen/Niederlande - Vera
|
|
|
Die neue God Dethroned-Dampframme "Under the sign of the iron cross" (Review) ist ja nun schon seit November auf dem Markt, trotzdem setzen die Holländer einen CD-Release-Gig für den Heiligabend an. So folgte der mega-metal-Abgesandte dem leuchtenden Stern gen Groningen um einen Death Metal-Abend der Extraklasse zu erleben.
|
|
|
|
|
Kein Headliner ohne Opener - und der war mit den ebenfalls holländischen TOXOCARA vortrefflich gewählt. Sah das Logo auf den angepriesenen Shirts noch eher nach Black Metal aus, machten die ersten Töne diesen Eindruck furios zunichte. Das Quintett donnerte sich quer durch die US-Death Metal-History der 90er. Soll heißen, mit massiven Riffs, fiesen Blasts, der richtigen Technik an der richtigen Stelle und trotzdem immer wieder mit einigen Grooves versehen, die es dem Nacken ziemlich schwer machten still zu halten. Man merkte sofort, dass hier keine Stümper am Werk sind. Zudem hat man mit Fronter Niels Feekes auch noch einen Frauen-Magnet am Start, der sofort seine Wirkung zeigte, als er sich seines Shirts entledigte. Also ich war dann doch eher musikalisch beeindruckt…
|
|
|
|
|
|
Nun gut, CD-Release-Show. Das dürfte ein unterhaltsamer Abend werden. Und als GOD DETHRONED die Bühne des bestens gefüllten Vera betraten, ahnte ich noch nicht, was da auf mich zukommt. Das erste Drittel des Sets bestand fast ausschließlich aus Songs der letzten beiden Alben. Die beiden "Neuen" (Danny Tunker/lead guitar - Michiel v. d. Plicht/drums) fügten sich bestens ein und gaben ordentlich Gummi. Interessant hier schon mal, dass der Herr, der die clean vocals zu "No survivors" und "Under the sign of the iron cross" auf CD einsang, heute für seine Parts auch auf der Bühne steht. Das gab dem eh schon erstklassigen Sound noch einen Touch mehr Weite. Doch dann brach der überraschende Teil des Abends los - als Henri Sattler anmerkte, dass man ja dieses Jahr auch schon seine "20 years in blasphemy" feiern würde, und auf das Debüt "The christhunt" verwies. Für zwei Songs aus diesem Album schnallte sich der damalige zweite Gitarrist Oscar Carre die Sechssaitige um. Coole Sache, auch wenn er wohl ewig nicht mehr auf einer Bühne gestanden hat, spielen kann der Mann immer noch. Doch da ging noch mehr, als sich die langjährigen Weggefährten Jens van der Valk die Gitarre und Beef seinen Bass umschnallten. Abgesehen von der Drum-Position stand somit im Handumdrehen das beständigste God Dethroned-Line Up auf der Bühne und agierte auch entsprechend. "Warcult", "Boiling blood", "The grand grimoire" und "Villa vampiria" - Death Metal wie aus dem Lehrbuch, der Club tobt. Und als wäre es nicht genug, wechselt man wieder zur aktuellen Besetzung, Henri gibt seine Gitarre "einem langjährigen, guten Freund" in die Hand und röhrt Black Sabbath's "Children of the grave" freihändig ins Mikro. So feiert man Metal-Parties! Vor dem Ende darf mit "Typhoid mary" und "Soul capture 1562" zwar noch etwas verschnauft werden, aber das rasende "Red baron" und der gnadenlose Zugabenteil aus "No man's land" und dem unvermeidlichen "Serpent king" machen den Sack vollends zu. Ein Blick auf die Uhr verrät auch, warum mein Nacken so ungemein schmerzt: Satte 2 Stunden Spielzeit (!) - wenn das mal nicht ein großartiges Weihnachtsgeschenk war!
|
|
|
|
|
|
Setlist - God Dethroned
Storm of steel Fire storm No survivors Nihilism Under a darkening sky Nocturnal Under the sign of the iron cross Chaos reigns at dawn Fallen empires Christ carnage God dethroned Warcult Boiling blood Grand grimoire Villa vampiria Children of the grave Soul capture 1562 Typhoid Mary Red baron No man's land Serpent king
|
|
|
Text & Fotos: Siegfried Wehkamp
|
|
|
|
|
 |