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 | Obituary, 01.04.2011 |
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Oldenburg, Amadeus Support: Grave, Pathology
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Spontaner geht es kaum: Vor gerade mal drei Wochen wurde dieses Konzert überhaupt erst bestätigt - und das hat in doppelter Hinsicht Sinn gemacht hat: Das Dreierpaket OBITUARY, GRAVE und PATHOLOGY spielte am Tag zuvor in den Niederlanden, und am Folgetag in Dänemark - da liegt das niedersächsische Oldenburg quasi auf dem Weg. Und dass selbst ein so kurzfristig auf die Beine gestelltes Konzert eigentlich gar kein Risiko darstellt, ist sicherlich auch der verlässlichen Szene zu verdanken, die an diesem Freitag Abend ihren Weg in die Oldenburger City gefunden hat, und im Amadeus mit 400 Besuchern für ein "sold out" gesorgt hat.
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Es war fast abzusehen, dass PATHOLOGY in dieses klassische Death Metal-Billing nicht so ganz reinpassen würden. Der dargebotene Deathgrind des Fünfers aus Kalifornien ist den heute Anwesenden wohl eine Spur zu modern. Zwischen all den Death Metal-Riffs (die nicht selten an Cannibal Corpse erinnern) trägt der Sound der Truppe nämlich auch einen deutlichen Grindcore-Stempel. Fronter Matti Way gibt sich zudem bewusst modern, erinnert in manchen Bewegungen eher an Mitch Lucker (Suicide Silence), als an einen klassischen Death Metal-Headbanger, und läuft permanent unruhig die kleine Bühne auf und ab. Da wollen dann auch die Songs vom aktuellen Album "Code injection", wie "Legacy of the ancients" oder der Titelsong nicht so wirklich zünden, und die daraus resultierende eher verhaltene Stimmung werden von ihm mit einem leisen "sad, just sad" kommentiert. Eine Band, die zwar alles richtig gemacht hat, aber bei dieser Tour wohl etwas Fehl am Platze ist.
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Bei den Schweden von GRAVE sieht das dagegen schon wieder alles ganz anders aus. Nach 25 Jahren Bandgeschichte hat man einen entsprechend breiten Zuspruch, und kann sich routiniert in ein rund 50-minütiges Set begeben, das - in Anbetracht der Spielzeit - eigentlich keine Wünsche offen lässt. Das Quartett startet erst mal ganz amtlich mit "Liberation" - dem Opener des aktuellen Longplayers "Burial ground". Und zum ersten Mal am heutigen Abend, machen die Konzertbesucher auch lautstark auf sich aufmerksam (so hätte ich mir das schon bei Pathology gewünscht). Nach einer gut gemischten Setlist - die natürlich auch ältere Songs wie "You'll never see" oder "Hating life" zu bieten hat, runden die Schweden ihren (einmal mehr) eindrucksvollen und starken Auftritt mit den beiden Titelsongs "Into the grave" (1991) und "Soulless" (1994) ab. Das war wirklich ganz großes Kino, und muss im Anschluss erst mal getoppt werden.
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Um es gleich vorweg zu nehmen: OBITUARY können tatsächlich noch eine Schippe drauflegen. Im Club gibt es kaum noch ein vor oder zurück, und die "Obi! Obi!"-Sprechchöre nehmen unaufhaltsam zu. Als dann Fronter John Tardy und seine Mannen die Bühne betreten, und mit "Internal bleeding" loslegen, gibt es kaum noch ein Halten. Das ist der Stoff, aus dem Headbanger-Träume gemacht werden. Der Fünfer aus Florida zeigt sich bestens gelaunt und spielfreudig, und einmal mehr ist es die ausgewogene Setlist, die jedes Album der Band berücksichtigt, die zu überzeugen weiß. Neben starken Songs aus den 90ern wie "The end complete", "Final thoughts" oder auch "Dying", wird natürlich auch die Zeit nach der Reunion (2004) ausgiebig berücksichtigt, sei es mit "List of dead", "On the floor" oder "Forces realign". Das kommt natürlich durchweg bestens beim Publikum an, das den Auftritt mit allerorts kreisenden Haaren und Crowdsurfen honoriert. Der offizielle Teil ist nach rund einer Stunde mit "Contrast the dead" beendet, doch auf den Zugabenteil muss man gar nicht lange warten. Eröffnet wird dieser von Donald Tardy mit einem Drumsolo, gefolgt von einem Gitarrensolo von Ralph Santolla, sowie zwei Titeln neueren Datums, bevor dann - natürlich - mit "Slowly we rot" dieses Finale seinen absoluten Höhepunkt erreicht. Ein Siegeszug auf ganzer Linie!
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Setlist - Obituary
Internal bleeding On the floor Chopped in half/Turned inside out Dying The end complete Threatening skies By the light Forces realign Final thoughts List of dead Blood to give Contrast the dead
Slow death Evil ways Slowly we rot
Text & Fotos: Marco Zimmer
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