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 | Overkill, 16.03.2011 |
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Hamburg, Markthalle Support: Destruction, Heathen, After All
Die Vermutung, allein die Ankündigung dieser Tour würde jedem Thrasher das Herz aufgehen lassen, bestätigte sich beim Stop in Hamburg sehr eindrucksvoll. Wohlgemerkt auf einem Mittwoch ist die Markthalle augenscheinlich von einem "ausverkauft" nicht mehr weit entfernt.
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Für den Opener AFTER ALL natürlich die besten Voraussetzungen, um sich neue Freunde zu machen. Das belgische Quintett lässt sich auch nicht lange bitte, startet mit der "A-Team"-Titelmelodie und gibt Gas. Geboten wird ein knackiger Speed/Thrash-Mix, der zwischendurch groovt und sogar vereinzelte Blasts ausweist. Angst vor Modernem brauchen die Zuschauer aber nicht zu haben. Sänger Sammy Peleman sorgt mit seiner klaren Stimme eher für Vergleiche mit Agent Steel (respektive Sacred Steel - aufgrund seiner "Haare"). Zum Anheizen macht das schon Laune, aber über das Prädikat "sehr solide Performance" kommen sie bei mir heute nicht weg.
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Bei den folgenden HEATHEN sieht das schon ganz anders aus. Auch wenn mich das Gefühl beschleicht, dass die Band heute nicht die vollen 100% zeigt, sind sie bestens aufeinander eingespielt. Kragen Lum und Lee Altus solieren um die Wette und David White hat auch nach über 20 Jahren immer noch eine enorm charismatische Stimme. Einziger Wehrmutstropfen für die Die hard Fans - die 40 Minuten Spielzeit geben nur Raum für vier Songs, die allesamt vom aktuellen Album "The evolution of chaos" (2010) kommen. Nun ja, bei nur drei Alben seit 1987 die Qual der Wahl zu haben spricht aber auch wieder für die Extraklasse der Bay Area-Legende. Hoffen wir einfach auf ein baldiges Wiedersehen.
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Ein nicht unwesentlicher Teil der Zuschauer tummelt sich während des DESTRUCTION-Gigs im Foyer. Ob es an Schmier's "Devolution"-Ansage liegt - "Wir ficken den Planeten zu Tode"?! Im Grundtenor hat er damit ja Recht, nur in Bezug auf die aktuelle Japan-Katastrophe (die er mit diesem Satz kommentiert), fehlt es jedoch mächtig an Pietät. Nun gut … ich freue mich erst mal wie ein Schneekönig über das Opening-Doppel "Curse the gods"/"Mad butcher" und zwischendurch knallt "Bestial invasion" auch noch derbe rein. Warum mich der Post-Reunion-Stoff wie "Thrash till death" oder "Tears of blood" nie richtig begeisterte, kann ich nicht erklären. Den Zuschauern ist das wahrscheinlich egal. Entsprechend wird gethrasht, was der Nacken hergibt.
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"We don't care what you say - FUCK YOU!" - neben einem ausgedehnten "SLAYER!"-Ruf am Morgen, das tägliche Brot für jeden Thrasher! Und eben jene wissen seit fast 30 Jahren, was sie an ihrem New Jersey Boys haben. Dass sie sich immer auf sie verlassen können. Dass sie immer eine erstklassige Live-Show geboten bekommen. Dass Bobby "Blitz" Ellsworth zu jeder Zeit gute Laune verbreitet und dabei herrlich unverkrampfte und mit Ehrlichkeit getränkte Ansagen ins Rund wirft. Da muss man zwar das Fehlen von "In union (we stand)" verschmerzen, wird dafür aber durch das Power-Paket "Bastard nation" entschädigt. Und wer mit "Ironbound" so ein großartiges aktuelles Album in der Hinterhand hat, darf auch gerne fünf Songs von dort in den Set hieven. Der Sound drückt, die Lightshow ist effektiv. Und nach dem granatenstarken Zugabenteil aus "Deny the cross", "Elimination" und natürlich "Fuck you" kann mir niemand erzählen, er hätte etwas an dieser Headlinershow zu meckern gehabt. Meckern wird wahrscheinlich meine bessere Hälfte, wenn ich mit über 40 nicht so einen durchtrainierten Body wie Blitz habe. Wie auch immer … OVERKILL waren, sind und werden es immer bleiben - ein Garant für Qualität der Extraklasse!
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Setlist - Overkill
The green and black Rotten to the core Wrecking crew Infectious Bring me the night Bastard nation Hammerhead Ironbound Blood money Endless war Hello from the gutter Give a little Old school
Deny the cross Elimination Fuck you
Text & Fotos: Siegfried Wehkamp
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