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Vader
Eskimo Callboy
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Enslaved
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2. Full HD Festival
Primordial, 23.04.2011

Essen, Turock
Support: Todtgelichter


 



Seit der Zusammenarbeit mit Metal Blade (sprich: seit "The gathering wilderness" 2006) machten PRIMORDIAL fast unbemerkt stetige und wahrscheinlich gänzlich ungewollte Schritte zur Akzeptanz von der breiteren Masse. Jahr für Jahr kamen immer ein paar mehr Fans dazu. Eine CD-Release-Show im bestens gefüllten Essener Turock ist also zu diesem Zeitpunkt eine perfekte Idee. "Where is the fighting man" - es donnert regelrecht aus vollen Kehlen bei der Zugabe "Empire falls" am Ende eines rund zweistündigen Primordial-Sets, dessen Fokus natürlich auf dem neuen Album "Redemption at the puritan's hand" liegt. Jenes Album schlägt an diesem Ostersamstag mit satten fünf Songs zu Buche, wobei gleich der Opener "No grave deep enough" mit dem ersten Beat klar macht, dass die irische Naturgewalt auch mit Album Nr. 7 keine Gefangenen machen wird und entschlossener denn je zu sein scheint. Die neuen Songs fügen sich sehr gut zwischen bereits bekannte Perlen wie "Sons of the morrigan", "The coffin ships" und natürlich "Gods to the godless" ein. Auf die Charakteristik der neuen Songs bin ich ja bereits im CD-Review eingegangen. Denn fast noch wichtiger ist am heutigen Abend, dass die Band - allen voran Sänger und Sprachrohr Alan A. Nemtheanga - gelöster als in der Vergangenheit auftritt. Vereinzelt entkommt den Gesichtern sogar ein kleines Lächeln. Überhaupt hat sich das Quintett offensichtlich bestens auf diesen Abend vorbereitet. Die Performance ist geradezu vehement, energiegeladen. Auch bei den neuen Songs hat man nicht das Gefühl, als müsse die Band "aufpassen, um nix falsch zu machen". Selbst Alan ist heute immens stark bei Stimme - so ergreifend wie heute habe ich den ruhigen Part von "Autumns ablaze" noch nie gehört. Dieses Konzert war schlichtweg einfach fantastisch … und auch verdammt notwendig. Die letzte Headliner-Tour ist satte fünf Jahre her (damals mit den Finnen von Moonsorrow). Ich hoffe, dass wir mit dem neuen Album nicht wieder eine solch lange Durststrecke aus maximal 60-minütigen Gigs (div. Festival-Auftritte, Heidenfest-Tour) ertragen müssen. Der Band sei der Erfolg mehr als alles andere gegönnt.

Primordial 



Mit den Hamburgern von TODTGELICHTER ging noch ein Opener voran, der zwar eine ordentliche Performance an den Tag legte, mit seinem post-modernen Black Metal aber nicht wirklich Chancen beim Primordial-fixierten Publikum hatte. Genau wie der Schreiber dieser Zeilen waren bis auf höchstens eine Hand voll Mattenschwinger mit dem Material der Nordlichter vertraut. Ja, sie wissen, was sie da tun. Aber in Form eines Kaltstarts fand ich persönlich einfach keinen Zugang.

Setlist - Primordial

No grave deep enough
Gallow's hymn
Sons of the morrigan
Bloodied yet unbowed
As rome burns
Lain with the wolf
Autumns ablaze
The puritan’s hand
The coffin ships
Death of the gods
Heathen tribes
Gods to the godless
Empire falls



Text & Foto: Siegfried Wehkamp