 |
 |
 |
 |
 | Mob Rules, 20.10.2006 |
|
|
|
|
Wilhelmshaven - Pumpwerk Support: Red Circuit
Es ist schon fast zu so etwas wie einem Brauch geworden, daß Mob Rules zu jeder neuen CD auch ein entsprechendes Releasekonzert im heimischen Wilhelmshavenen geben. Und auch heute - genau am Veröffentlichungstag des mittlerweile 5. Albums "Ethnolution A.D." - lädt die Band wieder einmal zur grossen Party ins Pumpwerk ein.
Den Auftakt am heutigen Abend bestreiten die Newcomer Red Circuit, die sich musikalisch ganz grob irgendwo zwischen Vanden Plas und Threshold bewegen, und im Grunde auch einen recht ordentlichen Job abliefern, aber so ganz will der Funke dann doch nicht überspringen. Liegt wohl auch daran, daß sich die meisten Leute zum jetzigen Zeitpunkt doch noch eher im hinteren Bereich des Pumpwerks aufhalten. Sänger Chity Sompala (ex-Avalon) liefert allerdings eine wirklich solide Leistung ab, und die meisten Songs, allesamt vom Debut-Album "Trance state", versprühen durchaus gute Laune, wenngleich Red Circuit musikalisch nun auch nicht wirklich irgendetwas musikalisch Neuartiges oder Überraschendes bieten.
Etwas überraschend ist dann zumindest für mich der Beginn des Auftrittes von Mob Rules: Die ersten 4 Songs des Sets (inklusive dem Intro) stammen allesamt vom 2000er Album "Temple of the two suns" ... ein wenig merkwürdig für meinen Geschmack, denn schließlich handelt es sich heute doch um ein "Ethnolution A.D."-Releasekonzert ... naja, egal ... denn - als hätte die Band zu diesem Zeitpunkt meine Gedanken lesen können - geht es auch gleich weiter mit einem hammermässigen 5er Pack vom neuen Album, u.a. mit "Unholy war" und "The last farewell"! Besonders Gitarrist Sven Lüdke fällt mir am heutigen Abend immer wieder positiv auf. Sein Gitarrenspiel gefällt mir von Konzert zu Konzert immer besser, und auch Frontmann Klaus Dirks ist heute bei bester Stimme (und Laune), und bringt solch gesanglich ziemlich anspruchsvolle Songs wie "Lord of madness" oder "Hollowed be thy name" mit einer wirklich bemerkenswerten Leichtigkeit rüber, fast so, als wäre es das Normalste von der Welt. Im Laufe des Gigs präsentiert das Sextett eine wirklich gute Mischung aus allen 5 Alben ihrer Schaffensphase. Der Zugabenteil besteht dann aus zwei Songs vom Debut-Album "Savage land": "End of all days" und - wie könnte es bei einem vernünftigen Mob Rules-Konzert auch anders sein - dem "Rain song" als krönenden Abschluss! Wenn es am heutigen Abend überhaupt irgendetwas zu kritisieren gibt, dann höchstens die doch teilweise ein wenig verhaltene Stimmung im Publikum - aber so sind sie halt, die Norddeutschen. Fazit: Auch heute haben Mob Rules wieder einmal bewiesen, dass sie mittlerweile in der deutschen melodischen Metalszene ganz weit oben mitspielen!
|
|
|
|
|
|
Setlist - Mob Rules
The temple fanfare Pilot of earth Outer space Celebration day Unholy war Ashes to ashes Fuel to the fire Veil of death The last farewell Black rain Lord of madness Among the gods River of pain In the land of wind and rain Hollowed be thy name
End of all days
Rain song
Text & Fotos: Marco Zimmer
|
|
|
|
|
 |