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Gotthard, 30.10.2007

Bremen - Aladin
Support: The Poodles

Den heutigen Abend eröffnen die schwedischen The Poodles, die sich in allerbester Laune präsentieren, was nicht zuletzt auch am charismatischen Frontmann Jakob Samuel liegt, der wie eine Mischung aus David Lee Roth und Ozzy Osbourne zu seinen besten Zeiten rüberkommt. Nach dem starken Opener folgt auch gleich schon "Metal will stand tall" und spätestens jetzt lässt sich erahnen, dass die Schweden heute ein relativ leichtes Spiel mit dem Publikum haben werden, denn die Stimmung ist von Beginn an wirklich gut (was ja nicht bei jeder Vorband selbstverständlich ist), und die Textsicherheit des Publikums gerade bei diesem Song ist fast schon erschreckend gross. Das Quartett präsentiert eine gelungene Mischung aus Titeln vom gleichnamigen Debutalbum "Metal will stand tall" und dem aktuellen Longplayer "Sweet trade".
Bei der Ballade "Crying" wird das Publikum während eines Drum-Solos stimmungsmässig richtig gut mit einbezogen und danach scheint die teils eher kühle norddeutsche Stimmung endgültig gebrochen zu sein, denn wie die Band beim abschliessenden Doppelpack "Seven seas" und vor allem dem absolut genialen "Night of passion" abgefeiert wird, ist fast schon headlinerwürdig. Wenn das mal heute nicht sowas wie zumindest ein kleiner Siegeszug war. Eine sehr sympathische Truppe, die es mit ihren wirklich tollen Songs mehr als versteht, das Haus zu rocken!




Natürlich lässt sich die schon gute Stimmung noch weiter steigern, denn Gotthard sind zweifelsohne eine Institution in ihrem Genre. Gleich beim Opener "Master of illusion" - der zugleich auch Opener des aktuellen Albums "Domino effect" ist - wird sofort klar, bis wie weit sich die Stimmung heute noch weiter aufdrehen lässt. Die Schweizer haben das Publikum von Beginn an fest im Griff und können aufgrund ihrer bereits 15-jährigen Karriere und unzähligen Erfolgsalben eine breite Palette an Hits bieten. "I wonder", "Anytime anywhere" oder auch "Hush" sind fast schon zeitlose Rockklassiker, die vom Publikum förmlich aufgesogen werden. Die herausragende stimmliche Leistung von Frontröhre Steve Lee lässt aber auch kaum etwas Anderes zu. Hinzu kommt eine wirklich starke Band, allen voran Gitarrist Leo Leoni, der mitunter einen wirklich atemberaubenden Job abliefert.
Im Laufe des Sets wird's in Sachen Songauswahl natürlich auch immer mal wieder etwas ruhiger. Nur mit Mundharmonika bewaffnet, wirken einige Momente des heutigen Konzertes vielleicht schon ein bisschen arg melancholisch, aber das gehört nunmal dazu und tut der tollen Stimmung auch keinerlei Abbruch.
Der offizielle Teil des Konzertes ist - wie so oft - mal wieder viel zu schnell zu Ende, doch der Fünfer lässt nicht lange auf sich warten, um mit einem Dreierpaket als Zugabe - u.a. mit "Lift u up" - nochmal alles zu geben. Und auch für eine zweite Zugabe sind sich die Schweizer nicht zu schade und präsentieren als letzten Song eine äusserst gelungene Coverversion des Bob Dylan-Klassikers "Mighty quinn". Ein wirklich fantastischer Abend!




Setlist - The Poodles

Flesh and blood
Metal will stand tall
Thunderball
Walk the line
Streets of fire
Crying
Echoes from the past
Seven seas
Night of passion


Setlist - Gotthard

Master of illusion
Gone too far
Top of the world
The call
Hush
I wonder
Sister moon
Anytime anywhere
Tomorrow’s just begun
One life one soul
Let it be
Movin on
Mountain mama
Domino effect

Falling
Heaven
Lift u up

Mighty quinn



Text & Fotos: Marco Zimmer