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 | Morgana Lefay, 22.03.2007 |
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Osnabrück - Bastard Club Support: Sacred Steel & Serenity
Morgana Lefay und Sacred Steel?! Was beim ersten flüchtigen Wahrnehmen ungewöhnlich erschien, entpuppte sich bei genauerem Betrachten als ein absolut perfektes Tour-Paket. Beide Bands spielen in ihrer Liga die erste Geige. Beide Bands spielen klassischen Headbangerstoff vom Allerfeinsten ohne jegliche Trendanbiederungen. Sacred Steel vollgepackt mit Klischees (recht so!) und Morgana Lefay eben gänzlich ohne. Beide Bands verfügen über einen ausgezeichneten und absolut unverwechselbaren Sänger und beide Bands haben es trotz stetig steigender musikalischer Qualität nie geschafft, den ganz grossen Wurf zu landen. Aber vielleicht wollten sie das auch nie!? Dafür haben beide Bands eine extrem treue Fan-Base. Wer sie liebt, liebt sie wirklich!
Und heute Abend im Osnabrücker Bastard Club sind es dann also knappe 80 Headbanger/innen, die sich dieses Package nicht entgehen lassen wollen. Kollege Marco und meine Wenigkeit verpassen aufgrund eines angenehm langen Interviews mit Sacred Steel zwar den Opener Serenity, können dafür aber gleich mit den Schwaben einsteigen.
Als diese die Bühne entern, versammeln sich erst mal alle Kuttenträger vor der Selbigen und schon geht die Post ab mit "Maniacs of speed". Und was soll man gross zu Sacred Steel sagen ... hätte diese Band in den 80ern angefangen, wäre sie wahrscheinlich jetzt viel grösser. Jeder Song eine Kutten-Hymne vor dem Allmächtigen. Die Songauswahl tadellos, da sämtliche Releases bedient werden. Und auf der Bühne eine mattenschwingende Saitenfraktion mit kraftvollen Background-Shouts, ein Drummer mit mächtig Dampf an den Kesseln und am Mikro ein sehr sympathischer Gerrit P. Mutz, der er sich in solch kleinem Kreise nicht nehmen lässt, sich immer mal wieder unter die Fans zu mischen und diese gesanglich am Geschehen zu beteiligen. So habe ich mir die Konzerthighlights der 80er immer vorgestellt, wo Bands noch Eier hatten und die Fans ihren Kopf und nicht Arme und Beine zum Feiern benutzen. Mei, woar dääs schee!
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Im Anschluß machen Morgana Lefay klar, warum ihnen die Headlinerposition zusteht. Sofort versammeln sich drei Viertel der Anwesenden vor der Bühne. Und ohne grosses Brimborium legen die Bollnäs-Barden oberamtlich mit dem Doppelschlag "I roam"/"Angel's deceit" los. Mann, haben die Jungs Hummeln im Hintern. Und ein gesundes Selbstvertrauen erst recht, denn an dritter Stelle wird uns prompt "Face of fear" vom neuen Album "Aberrations of the mind" vorgestellt (wohlgemerkt erst seit 6 Tagen draussen!). Sofort fällt auf, dass der Song überhaupt nicht fremdartig wirkt - satter Groove, bratende Gitarren und ein 1A-Refrain mit kraftvollen Background-Vocals. Geil! Im weiteren Verlauf werden dann noch "Delusions" ("Lefay on Thrash") und am Ende der ersten Zugabe "Over and over again" zum Besten gegeben. Dazwischen liest sich die Setlist wie ein Traum. Hit reiht sich an Hit, die Band spielt ultratight und mittendrin ein völlig losgelöster Charles Rytkönen, der mit seinen teilweise zappeligen Gesten wie ein kleiner durchgeknallter Hexer aus dem Mitterlalter wirkt. Gesanglich ist er ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Nur mit dem "Mikro an die Fans" sollte er in Zukunft aufpassen, ging die arg hohe Piepsstimme aus der ersten Reihe im Refrain von "Hollow" doch wie eine Rasierklinge durch manche Zuschauerohren, was der guten Stimmung aber keinen Abbruch getan hat. Diese Band muss man einfach mal erlebt haben und für mich ist es immer noch völlig unverständlich, daß ein solch geiles Package in diesen Breitengraden nicht mal hundert Nasen anlockt. Jedem daheim gebliebenen Headbanger sei nur gesagt, daß ich seit langem nicht mehr so eine amtliche Nacken-Packung verabreicht bekommen habe. Schade, daß ihr es verpasst habt...
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Setlist - Sacred Steel
Maniacs of speed Battle angel Hammer of destruction Sacred bloody steel Lust for blood Open wide the gate Heavy metal to the end Black church Dark forces Lead me to the brimstone Gate Slaughter prophecy Wargods of metal
Setlist - Morgana Lefay
I roam Angels deceit Face of fear End of living Master of the masquerade Another dawn Hollow Delusions The source of pain Save your souls In the court of the crimson king Maleficium
My funeral is calling Over and over again
To Isengard The boon he gives
Text: Siegfried Wehkamp Fotos: Marco Zimmer
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