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 | Motörhead, 24.11.2007 |
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Bremen - Pier 2 Support: Overkill, Skew Siskin & Valient Thorr
Daß dieser Abend etwas anders wird, ist klar als ich zur Einlasszeit noch im Studio des Lokalsenders Oldenburg sitze, um meine Radiosendung zu moderieren. Somit dürfte ich wohl die ersten beiden Bands verpassen. Gibt Schlimmeres. Zum Beispiel keine Karte zu haben, da das Konzert ausverkauft ist. Da habe ich Gott sei Dank auch vorgesorgt und bekomme einen mittelschweren Schock als ich - endlich in Bremen angelangt - zum ersten Mal ein volles Pier 2 erfahre. Hölle - hat sich jemand über Wacken beschwert? Der Gang zur Toilette wird zur Zerreissprobe und wird vorsichtshalber abgebrochen, da die Overkill-Backline schon komplett steht und der Gig gleich anzufangen droht. Da hilft nur noch die Flucht nach vorne und wie aus dem Nichts ergattere ich fast vorne rechts der Bühne einen Platz mit guter Sicht und Ellenbogenfreiheit. Unglaublich. Dann kann's ja auch losgehen. Der Einstieg mit "New machine" ist zwar ungewöhnlich aber nicht schlimm. Overkill sind auch noch nach über 20 Jahren immer noch ein heißer Live-Act, Blitz einer der unkompliziertesten Frontmänner, der den Nerv der Anwesenden voll trifft, als er beim obligatorischen "Fuck you" nach mehr Lautstärke verlangt und meint, daß die Hamburger gestern lauter waren. So nicht, mein Lieber! Das können wir besser. FUCK YOU! Overkill? - immer wieder gerne.
Ähnliches sagte mir auch mal ein Bekannter aus Bremen. Motörhead muss man mindestens einmal pro Jahr gesehen haben. Okay, das kann man aus verschiedenen Winkeln sehen. Heute ist das aktivste Metal-, sorry - Rock'n Roll-Urgestein wohl ganz gut bei Laune. "I got mine" wird angekündigt mit den Worten: 1983 - da wo ich noch nicht geboren war. Ja, es war auch junges Volk anwesend. Ob die dann auch den einen oder anderen Plastikbecher gen Bühne geschmissen haben, weiß man nicht. Aber Sir Lemmy ist da gar nicht amused und stellt klar, daß er das nicht verdient und das Publikum nicht das Recht dazu hat. Völlig korrekt. Musikalische Überraschungen gibt es heute fast gar nicht. Bis auf das Thin Lizzy-Cover "Rosaleen" und das Hinzufügen von Bassdrum und Schellenkranz beim "Whorehouse blues". Geil, jetzt hat der Song wirklich richtiges Kneipen-Flair. Ansonsten ist bei Motörhead wie auch bei Overkill alles beim Alten. Und das heißt ja nun mal: Gute Musik, gute Show, ehrliche Musiker - einfach eine gute Zeit Heavy Metal! (sw)
Setlist - Overkill
New machine Rotten to the core Walk through fire Thanx for nothing Long time dying Skull and bones In union we stand Old school Elimination Fuck you
Setlist - Motörhead
Dr. Rock Stay clean Be my baby Killers Metropolis Over the top One night stand I got mine Born to raise hell Sword of glory Rosaleen (Thin Lizzy-Cover) In the name of tragedy (inkl. Drumsolo) Just 'cos you got the power Going to brazil Killed by death Iron fist
Whorehouse blues Ace of spades Overkill
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