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 | The Black Dahlia Murder, 07.12.2007 |
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Hamburg - Grünspan Support: Job for a Cowboy & The Red Chord
HA! Da sag noch einer, mega-metal.de wäre nicht am Zahn der Zeit! Auf der "New X-treme"-Tour zum 25. Geburtstag von Metal Blade treten die Bands gemäß unserer Punktevergabe zu ihren aktuellen Releases auf (6,5 / 7,5 / 9). Doch das nur am Rande. Fakt ist, daß hier eines der aktuell höllischsten Packages im Grünspan zu Gast ist und das wollen nicht Wenige sehen - der Club ist dreiviertel voll!
The Red Chord dürfen den Reigen eröffnen und geben einfach mal 30 Minuten Vollgas. Breakverliebter Death Metal mit Hardcore-Eruptionen und fiesen Tempowechseln wird mit aktivem Stageacting und einem kräftigen Brüllwürfel am Mikro vorgetragen. Das erscheint mir zwar ziemlich austauschbar, aber ein Dutzend Aktiver vor der Bühne findet das prächtig und wirbelt ordentlich mit. Es besteht übrigens keine Kickbox-Pit-Gefahr, was sich im Laufe des Abends interessanterweise auch nicht nennenswert ändern wird...
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Die nächsten 40 Minuten gehören dann den Sprösslingen (Alter zwischen 19 und 21) von Job for a Cowboy. Hölle, die sind hungrig und machen keine Gefangenen. Für das Alter ist der Fünfer verdammt beeindruckend. Die Band beruft sich hörbarer als ihre Vorgänger auf ihre Death Metal Wurzeln, was den ausklinkenden Anwesenden der ersten fünf Reihen nicht erst seit heute Abend bekannt ist. Als nämlich Sänger Jonny Davy einen Song von der ersten "Doom"-EP ansagt, entbrandet frenetischer Jubel und der erste richtige Pit wird gestartet. Eines ist wohl klar - Job for a Cowboy haben offensichtlich jetzt schon einen Sonderstatus im Death Metal-Underground und ich schätze, daß sie ihn noch weit ausbauen werden. Stark!
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Der Headliner zeigt Geschmack. Sepultura's "Arise"-Album als Umbaupausen-Musik. Jau, das macht Spaß. Genau wie die gelegentlichen Einspielungen während der Ansagen - ich kann zumindest "Jeopardy" und die Titelmusik von Komiker Benny Hill erkennen. Die sind nicht ganz dicht. Wer? The Black Dahlia Murder! Optisch mag man von ihnen halten was man will, aber musikalisch ist ihr Mix aus blastigem Death, brutalen Thrash und traumhaft nordischen Melodieführungen absolut einzigartig und unerreicht. Die Jungs haben sich mit ihrem dritten Output "Nocturnal" selbst getoppt und lassen auf der Bühne fast sprichwörtlich die Sau in Form von Frontmann Trevor Strnad raus. Daß er bei dem Laufpensum auf der kleinen Bühne überhaupt noch eine stattliche Plauze mit sich trägt ist arg verwunderlich. Zweiter Schwerstarbeiter des Abends ist Drummer Shannon. Locker flockig zwirbelt er die irrwitzigsten Beats und Breaks aus den Gelenken und beweist, daß er seine kürzliche Aufnahme bei "sickdrummer.com" mehr als verdient hat. Das Publikum flippt auf jeden Fall bei allem aus , was sie von den sich fast in den Wahn spielenden Dahlia-Boys serviert bekommen. Und hier wird es interessant - innerhalb von nur 4 Jahren (ab Debüt-VÖ) haben es The Black Dahlia Murder geschafft so viele geile Songs zu schreiben, dass bei 15 Songs in einer knappen Stunde (!!) kein einziger Rohrkrepierer dabei ist und ich aufgrund von Nicht-Langeweile nicht mal Zeit zum Luftholen habe. Die Jungs wollen es wissen und sie werden es uns wohl noch oft beweisen. Wetten?
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Setlist - The Black Dahlia Murder
Everything went black The blackest incarnation Elder misanthropy Nocturnal Miasma Closed casket requiem Warborn What a horrible night to have a curse Statutory ape I'm charming Miscarriage A vulgar picture Deathmask divine Funeral thirst
Spite suicide
Text & Fotos: Siegfried Wehkamp
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