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Bullet for my Valentine, 09.06.2008

Hamburg - Große Freiheit 36
Support: Black Tide & High on Fire


Es sind noch keine 4 Monate vergangen, da haben Bullet for my Valentine erst in der restlos ausverkauften Großen Freiheit 36 in Hamburg gespielt. Und heute, wenige Tage nach ihrem grandiosen Auftritt bei Rock am Ring/Rock im Park, machen die vier Waliser abermals Halt in Hamburg.
Doch vorher heißt es erstmal eine Kleinigkeit essen. Also ab auf die Reeperbahn, wo uns spontan in einem amerikanischen Fast Food-Restaurant die halbe Band über den Weg läuft: Matt Tuck (vocals) und Michael Thomas (drums) hatten scheinbar die gleiche Idee wie wir. Sachen gibt's...


Den heutigen Abend eröffnen High on Fire, ein Trio aus Oakland/Kalifornien um Ex-Sleep-Chefdenker Matt Pike, die für den heutigen Abend, oder genauer gesagt für das heutige junge Publikum, eine Spur zu heftig sein dürften. 30 Minuten lang rollt die reinste Soundlawine über das Publikum, musikalisch gibt's eine laute, dreckige und unkonventionelle Portion 'Power-Doom', die mitunter durchaus an Mastodon erinnert, und nicht zuletzt durch die wirklich mächtige Schlagzeugarbeit auffällt. Interessante Band, aber mehr als ein Höflichkeitsapplaus ist heute nicht drin.

Anders sieht's dagegen bei Black Tide aus. Die 4 Jungspunde (allesamt unter 20) setzen auf klassischen Headbangerstoff, was zum heutigen Publikum augenscheinlich auch nicht so unbedingt zu passen scheint, aber in den Ohren vieler Besucher nach High on Fire sowas wie eine Verschnaufpause darstellt. Dabei präsentieren sich die Jungs extrem spielfreudig und speziell Giatrrist und Sänger Gabriel Garcia haut ein ums andere Mal ein Soli raus, das mir aus Respekt spontan Falten auf die Stirn zaubert. Neben dem großartigen "Shockwave" darf im Set natürlich auch die Coverversion des Metallica-Titels "Hit the lights" nicht fehlen. Cooler Auftritt, gute Stimmung!

Die Temperatur im Laden ist spätestens jetzt schon wieder arg grenzwertig, aber die "Bullet! Bullet!"-Schlachtrufe wollen nicht verstummen und mit "Scream aim fire" stürmen Bullet for my Valentine dann endlich die Bühne und fortan gibt es im Publikum kein Halten mehr. Das Publikum frisst den Walisern förmlich aus der Hand, macht sämtliche 'Spielereien' mit und kommt u.a. in den Genuss des Songs "Ashes of the innocent" - einem Bonustrack des letzten Albums - der heute seine Live-Premiere feiert. Sänger, Gitarrist und Aushängeschild der Band, Matthew 'Matt' Tuck entwickelt sich immer mehr zur Frontsau und kommt wie immer sehr sympathisch rüber. Musikalisch werden beide Alben der Band gleichermaßen bedient, on nun "Tears don't fall" oder "Suffocating under words of sorrow" bis hin zur aktuellen Single "Waking the demon". Bei "Hand of blood" holt sich die Band Verstärkung für das Mikro auf die Bühne, in Form eines Fans aus dem Publikum, der seine Sache - vorsichtig ausgedrückt - so halbwegs passabel meistert.
Die Zugabe besteht heute leider nur aus einem einzigen Song, fällt aber mit "Creeping death" entsprechend amtlich aus und ist am heutigen Abend somit der zweite Titel von Metallica.
Nicht nur deswegen bin ich wieder mal mehr als zufrieden.




Setlist - Bullet for my Valentine

Scream aim fire
Disappear
4 words (To choke upon)
Ashes of the innocent
Tears don’t fall
Suffocating under words of sorrow
Say goodnight
Take it out on me
Eye of the storm
Deliver us from evil
Hand of blood
Waking the demon

Creeping death



Text & Foto: Marco Zimmer