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ANDSOLIS - Vigil

VÖ: 20. Februar 2015
Quality Steel Records

Eine echte Überraschung kommt diesen Moment aus dem schönen Heidelberg in Form eines Septetts (!) namens Andsolis. Durch das Attribut "Progressiv Melodic Death Metal" kann das Endergebnis ziemlich breit gefächert sein, aber was haltet ihr davon: Opeth, Amorphis, Psychotic Waltz, Into Eternity - diese Namen huschen durch meinen Kopf, wenn "Vigil" läuft. Auf dieselbe Stufe darf man die Band zwar nicht stellen, aber der bloße Gedanke überrascht schon. Nehmen wir mal die Klangfarbe von Clean-Sänger Oliver Kilthau. Kann mir keiner erzählen, dass da nicht eine Spur des guten Devon Graves drin steckt. Das Wechselspiel zwischen ihm und den kernigen Growls von Manuel Siewert bringt Amorphis und Into Eternity ins Spiel (von letzteren gibt es aber definitiv keinen Speed) und die Art des Midtempo-Death Metal ist früheren Opeth wohl nicht ganz unähnlich, zumal die Keyboards samt Hammond-Einsätzen das auch noch unterstützen. Es braucht im Prinzip nur das Eröffnungsdoppel "Stand Vigil" und "Kingdoms Without Shape" (beide mit erstklassigen Gesangsmelodien versehen), um festzustellen, dass hier etwas Vielversprechendes in der deutschen Szene heranwächst. Das ist echt spannend und trotzdem flüssig in seiner Ausübung und zeigt mit "The Laughter Echoes" noch ein angenehm getragenes Ende auf, welches völlig unkitschig nur mit Gesang, Gitarre und Keyboards auskommt. Ist das jetzt noch Death Metal mit Prog oder anders herum? Egal, es ist gut! (sw)

8/10