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ASSORTED HEAP - The Experience Of Horror

Re-Release

VÖ: 22. Februar 2016
Vic Records

"Ost, Ost, Ostfriesland!" - so komisch ich die Rufe bei Gigs in der Region auch finde, so aussagekräftig sind sie doch in Bezug auf die eigene Geschichte. Im Jahr, als der Death Metal explodierte (habe ich irgendwo gelesen …), rüpelte sich das Debüt-Minialbum von Assorted Heap mit Schmackes in die Thrash-Herzen. Das ist jetzt 25 Jahre her und ich sage euch, "The Experience Of Horror" hat nichts von seiner Durchschlagskraft verloren. In fünf Songs zeigt die Truppe aus Aurich, was man mit technischer Fertigkeit und ungezügelter Energie so anstellen kann. Das erinnert zumindest mich immer wieder an das Incubus-Werk "Beyond The Unknown" (wahrscheinlich auch, weil ich dieses Album zu oft zu gerne höre …). Aber was Assorted Heap in Sachen Tempo, gepaart mit technischer Finesse, Abwechslung und Langzeitqualität auf einem durchgängig brutalen Fundament zaubern, ist eines entsprechenden Vergleiches wert - und man kann gerne auch weiter greifen und vielleicht Sadus oder Num Skull hinzufügen. Was aber noch in der Band steckte (derer drei Mitglieder später bei den ebenfalls verblichenen BK 49 thrashten), zeigten kurzzeitige Melodie-Einsprengsel nebst nebulösen Keyboards und die kurze Tiefgang-Visitenkarte "In Vain". Wie weit die Band mit ihrem Sound herum- und auch angekommen ist, zeigt sich indes ganz woanders. Zwei Jahre später tauchen Assorted Heap in der Thanx-List einer Band namens Edge Of Sanity auf: Während Gitarrist Dread ein klassisches "Assorted Heap and the german booze crew, cheers!" spendiert, startet ein gewisser Dan Swanö fast schon eine Suchaktion mit den Worten "Assorted Heap (where R U - send a bottle of Escoreal if you're alive!!)". Hach, selige Zeiten - geiles Album. Und könnte jemand vielleicht den Versand dieser Flasche bestätigen? Danke! (sw)

8/10