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PLACE VENDOME - Thunder In The Distance

VÖ: 01. November 2013
Frontiers Records

Ursprünglich hatte ich an der neuen Place Vendome-CD drei Kritikpunkte, über die ich aber nach mehreren Durchläufen irgendwie unbewusst hinwegsehe und sie salopp gesagt "mitnehme". Da wäre der Opener "Talk To Me", der vom Aufbau und vom Riffing her doch etwas offensichtlich (?) nach dem Titelsong der letzten CD "Streets Of Fire" klingt. Als zweites möchte ich anmerken, dass der Song "Power Of Music" eigentlich einen ganz tollen Text hat, zu dessen kraftvolle Aussage meines Erachtens ein kraftvollerer Song gehört hätte. Und zu guter Letzt wirkt "Thunder In The Distance" anfänglich wirklich etwas arg weichgespült. Aber die erwähnten mehreren Durchläufe offenbaren z.B. "Fragile Ground", dessen Beginn zwar fast schon poppig klingt, dafür aber mit einem kräftig tief rockenden Refrain flankiert wird. Die beiden Uptempo-Nummern "Broken Wings" und "Never Too Late" wissen indes vollends zu überzeugen. Speziell Letzterer liefert sich ein Kopf an Kopf Rennen mit dem gleichnamigen Unisonic-Song. Und da der geneigte Rock-Fan ja um die Marschrichtung dieses "Projektes" weiß, empfindet er "Maybe Tomorrow" trotz Schunkeltakt auch gar nicht kitschig und auch nicht die Texte von Michael Kiske, der mal wieder alle "Herzschmerz, aber alles wird gut oder besser"-Register zieht. Von seiner unvergleichlichen Gesangsleistung mal wieder ganz zu Schweigen. So mancher 45-jährige im Metal Business hat da schon seine Schwierigkeiten.
Im Grunde ist "Thunder In The Distance" nur marginal schwächer als sein Vorgänger, weil etwas offensichtlicher. Dennoch genauso gut geeignet, um sich eine lange Fahrt im Auto oder schöne Stunden mit der Liebsten zu versüßen. (sw)

8/10