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 | Hellpower, 10.09.2011 |
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Alle Jahre wieder … und nun schon zum 4. Mal, lädt der HELLPOWER-Verein Oldenburg e.V. zur zünftigen Metal-Party. Neben dem nach wie vor bestehenden, fanfreundlichen 25 Euro-frei Essen-frei Trinken-Angebot, gab es dieses Mal ein paar Upgrades. Eine neue Location mit mehr Platz fand man in Westerstede mit kleinem Parkplatz und einer Grünfläche für die Zeltfreaks. Dazu nun ein echter Bierwagen und zwei Dixie-Klos (mit Innenbeleuchtung!). Noch mehr Festivalstimmung als letztes Jahr. Es hieß Klotzen statt Kleckern. Dazu passten auch die Live-Bands, wo man erstmalig eine internationale Band und hier sehr wohl bekannte Undergroundhelden am Start hat. Ein erstklassiger Abend war somit vorprogrammiert. Ebenso, dass der Schreiber dieser Zeilen bei solch einem Angebot im Laufe des Abends nicht mehr ganz Herr seiner Sinne war.
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Die internationale Band kam zwar "nur" aus den benachbarten Niederlanden, aber für die Statistik zählt das. THE LUCIFER PRINCIPLE legen mit ihrem groovigen Death Metal gleich kräftig los und profitieren nicht nur von einem guten Sound, sondern auch vom abwechslungsreichen Songmaterial, denn auch in schnellen Abschnitten bleibt man konsequent in der Spur. Weiterer Pluspunkt ist definitiv Fronter Earik, der die Anwesenden mit lockeren, unverkrampften Sprüchen zusätzlich bei Laune hält.
Keep It True 2011, Headbangers Open Air 2011, Rock Hard Festival 2012 - wer mit nur einem Album wie aus dem Nichts auf solchen Festivals spielt, hat Potential vorzuweisen. Die Band - ALPHA TIGER. Das Potential - ihr Debüt "Man or machine". Doch wer nach dem letztjährigen Hellpower-Gig (noch unter dem Namen Satinblack) wieder eingeladen wird, hat hier im Norden etwas Besonderes - Freunde! Und was machen Freunde? Sie feiern zusammen - ordentlich! Wer die Freiberger bereits live gesehen hat, weiß, dass sie nichts anbrennen lassen. Auch lassen sie sich nicht von einem kurzzeitig beim Publikum für Unmut sorgenden, alkoholisierten "One-man-Pit" aus der Ruhe bringen. Nein, sie geben Gas. Dieses Mal sogar gleich drei Mal sprichwörtlich ("Heretic", "Karma" und das endgeile "Black star pariah"), und sie verwöhnen das Hellpower-Publikum mit den Cover-Zugaben "Queen of the reich" (Queensryche) und "Run to the hills" (Iron Maiden). Es war einfach wieder ein klasse Auftritt und man munkelt schon scherzhaft, dass Alpha Tiger wohl bald zum Hellpower-Inventar gehören … macht mir nichts aus.
Völlig ausgepowert kommt für mich dann die Ernüchterung. Die Vorliebe für einfach geilen Metal hat mich um den Genuss des Essens gebracht. Zwei (ja, 2!) Spanferkel sind restlos verputzt worden und meine Wenigkeit steht ohne Essen da. Die Flucht an die Theke sorgt dann für fortschreitende Orientierungslosigkeit, während die Hellpower Stammband MORTY PILOT mit ihrem exquisiten Coverprogramm allen den Rest gibt. Neben bereits Bekanntem (Sepultura "Inner self", Sacred Reich "Surf Nicaragua", Exodus "Strike of the beast" und natürlich Overkill "In union we stand") gibt es auch wieder neues Material zu bestaunen. So finden sich auf einmal Rammstein ("Keine Lust"), Manowar ("Metal warriors") und sogar Motörhead ("Mean machine" - verdammt, verpasst!) im Set ein. Die Jungs um Frontmann Tenner sind halt immer für eine Überraschung gut und spielen kein Zeug von der Stange. Slayer's "War ensemble" covert man ja auch nicht mal eben so.
Mit dem danach einsetzenden Regen (mit stilecht begleitendem Gewitter) gingen auch bei mir die Lichter langsam aus. Nachfragen am Morgen zeugten von einem für alle Anwesenden zufrieden stellenden Party-Ende. Was will man mehr?! Genau - den fünften Geburtstag im Jahr 2012. HELLPOWER, bitte überraschen sie uns!
(sw)
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